Drei Jahre in einer SEO-Agentur haben mir das Handwerk beigebracht. Ich schrieb täglich zwischen fünf und acht Texte, meist 300 bis 500 Wörter, immer nach demselben Template.

Das Problem war der Durchsatz. Die Agentur kalkulierte 45 Minuten pro Text inklusive Recherche. Bei komplexen B2B-Themen unrealistisch. Ich lieferte ab, aber die Qualität litt, und das frustrierte mich.

Im Frühjahr 2024 kündigte ich und startete als Freelancerin. Die ersten drei Monate waren hart, wenig Aufträge, viel Akquise. Dann fand ich meine ersten zwei Stammkunden über LinkedIn.

Der größte Unterschied liegt in der Arbeitsweise. Ich nehme mir jetzt zwei bis drei Stunden für einen 800-Wörter-Artikel. Dafür sitze ich direkt mit Kunden zusammen, verstehe deren Geschäft wirklich und liefere Texte, die tatsächlich konvertieren.

Finanziell verdiene ich etwa 30 Prozent mehr bei weniger Arbeitsstunden. Statt zehn mittelmäßige Texte pro Tag schreibe ich drei gute pro Woche. Meine Kunden verlängern ihre Verträge, weil die Ergebnisse stimmen. Das hätte in der Agenturstruktur nie funktioniert.